Wimpel Variante 1

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Beschreibung:
Der Wimpel ist eine Kopfbedeckung, die hauptsächlich von Frauen getragen wurde. Er wir um Stirn, Kinn und Hinterkopf gewickelt, so dass der gesamte Kopf bedeckt ist und nur das Gesicht frei bleibt.
Dabei gibt es zwei verschiedene Varianten, die auf der einen Seite herabhängende "Fahne" zu gestalten: man kann sie über den Wulst hängen lassen (Bild 2) oder man befestigt die mit dem Wulst (Bild 5). (Der blöde Gesichtsausdruck auf Bild 5 kommt vom konzentrierten Spinnen ;-)).
Der hier abgebildete Wimpel ist aus einem ca. 180 x 40 cm breiten Stück Leinen gefertigt und mit einem Rollsaum gesäumt.
Der Austausch mit anderen hat mittlerweile gezeigt, dass eine Wimpellänge von ca. 200 cm bei den meisten besser passt.
Ausführung: Gabriele Klostermann (Tempora Nostra)
Wickeltechnik - in 8 Schritten zum Wimpel:








1. Schritt:
Das Wimpeltuch wird nicht ganz mittig auf den Kopf gelegt.
2. Schritt:
Die kürzere Seite ist die, die nachher fahnenartig herabhängt. Diese Seite hängt jedoch zunächst genau auf der anderen Seite als hinterher. Bei mir hier wird also hier die (vom Betrachter aus gesehen) rechte Seite die "Fahne", die dann im Endergebnis aber links sein wird.
3. Schritt:
Die längere Seite wir nun nach hinten geführt. Dabei wird der Stoff zusammengerafft und am besten ein bis zweimal gedreht (so, als ob man ihn ganz leicht auswringen will).
4. Schritt:
Der wulstig gedrehte Stoff wird am Hinterkopf vorbei geführt zur rechten Seite und wird dort wieder nach vorne gebracht.
5. Schritt:
Nun wird der Stoffwulst nach oben über die Stirn wieder nach links geführt. Damit haben wir das Ganze quasi einmal um den Kopf gewickelt. Bevor wir die Wickelung vollenden, kommt nun die andere, kürzere Seite des Wimpels in Spiel.
6. Schritt:
Die kürzere Seite wird nun unter dem Kinn entlang nach links geführt und unter den Wulststreifen geführt. Das geht anfangs am besten, indem man die kurze Seite einfach oben auf den Kopf legt und dann den Wulst darüber legt.
Bei der anderen Variante wird der Wulststreifen über beide Lagen des Kinnstreifens geführt. Man faltet den Stoff quasi auf Höhe des Wulstes nach unten zurück und legt den Wulst dann darüber, anstatt ihn gewissermaßen zwischen den beiden Lagen hindurch zu führen.
Dabei wird der Wulst wieder in Richtung Hinterkopf gelegt - also sozusagen die zweite Umrundung des Kopfes gestartet. Insgesamt muss der Wulst relativ fest angezogen werden.
7. Schritt:
Der Wulst wird wieder am Hinterkopf nach rechts geführt, kommt diesmal aber weiter oben wieder 'raus.
8. Schritt:
Das kleine Stück, das nun noch übrig ist, wird einfach hinter den bereits am Kopf liegenden Wulst gesteckt und damit befestigt - und das Alles ohne Nadeln. Wenn man gut gewickelt hat, hält das Ganze einige Stunden.